Zur Geschichte von Kattenes

Der Name unseres Ortes hat sich im Laufe der Zeit immer wieder verändert.
Hinweise deuten darauf hin (Quelle: Urkunde des Trierer Erzbischof Popo 1016- 1047 aus dem Jahre 1030), dass sich Kattenes aus einem fränkischen Gutshof: "Hof Caneda" entwickelt hat.

Als uralter römischer Siedlungsboden ergaben sich weitere Namensänderungen wie z.B.:

Quelle: Buch " Die Mosel von K.v. Damitz 1838" Cathanes
Quelle: Buch "Sagen und Legenten - Geschichten v.Fr. Menk" Cateneß
In der Volkssprache auch genannt: Kackeneß

Nach den vorgenannten Autoren nannte man Kattenes zu damaliger Zeit auch Catena, eine Ableitung vom lateinischen "Die Kette".
Dies ist eine Überlieferung aus der Zeit der damaligen Raubritter von der Burg Thurandt, die von der Alkener zur Katteneser Moselseite mit einer Kette die Fahrrinne der Mosel versperrten, um mit Gütern beladene Handelsschiffe anzuhalten, Zoll kassierten, ausplündern oder ggf. die Schiffsmannschaft solange im Kerker der Burg einzusperren bis die geforderte Summe bezahlt wurde.

Nach einem Weißtum aus dem Jahre 1576 mussten auch die Bewohner von "Catanas" den Bezitzern (Kurköln und Kurtrier) mit Frondiensten, mit Achtern und Spannen alle vier Nächte vier Wächter (je Landesfürst zwei Mann) dienen.
Auch mussten die Bewohner eine Art Steuer, den Zehnten, entrichten.
Ein Beweiß für den alten römischen Siedlungsboden sind die alten Römerfunde, die beim Bau der Eisenbahn 1878 gegenüber der Teufelslay (Alkener Lay) gemacht wurden:

Sechs Steingräber, eines mit 14 000 Stück Weißkupfermünzen aus dem Jahre 273 nach Christi

Weitere Funde am Katteneser Mühlbach (römische Mauern - Brandgräber - alte römische Wasserleitungen) bestätigen das Gesagte.

Beim Bahnbau 1913 wurde die Strecke einer Römerstraße mit Reihengräber freigelegt. Diese Strecke führte, von Andernach kommend und übers Maifeld steigend, bis nach Lehmen. Von dort aus führte sie durch die Furt weiter bis nach "Catanas" wo sie dann wieder auf die Höhe des Maifeldes führte.
Auch hier erkennen wir, dass Kattenes schon in jener Zeit ein wichtiger Platz war. Auch der alte Haudegen "Konrad von Hochstaden" erkannte diesen Flecken als besten Belagerungspunkt gegen die auf schmalem Felsengrad erbaute Burg Thurandt.
In der damaligen Zeit betrieben die Bewohner von Kattenes überwiegend, wie in der gesamten Umgebung, fast nur Landwirtschaft und Weinbau. Später folgten eine Reihe von Handwerksbetrieben wie z.B. Schreiner, Stellmacher, Schmied und Schneider. Auch Spirituosen (Weinbrand, Moselfeuer, Liköre, klare Schnäpse usw.), Medikamente und flüssige Gewürze wurden und werden seit über 100 Jahren hier hergestellt und vermarktet.
Die wirtschaftlichen Strukturen haben sich wesentlich verändert. Aus Winzer- und Bauerndörfern wurden beliebte Ferienorte an der Mosel.
Viele Bewohner von Kattenes sind im Raum Koblenz beschäftigt. Man darf zudem wirklich sagen, dass die Bevölkerung durch Fleiß und Beharrlichkeit vieles geleistet hat, wodurch sich auch das Ortsbild positiv verändert hat.

Kattenes heute

Sie wollen dem Alltag entfliehen, mit seinen drückenden Sorgen, seinen Unruhen und sich einen netten Ferienort zum Verweilen aussuchen.
Dazu wünschen wir Ihnen viel Erfolg und eine glückliche Hand.

Sollten Sie sich für KATTENES entschließen, so heißen wir Sie bereits jetzt recht herzlich willkommen und wünschen Ihnen erholsame Urlaubstage.

Wie heißt es doch so schön in dem Lied :
In weiten Deutschen Landen,
fließt mancher Strom dahin.
Von allen, die ich kannte,
liegt einer mir im Sinn.
Refrain:
Oh Moselland,
oh selig Land,
ihr grünen Berge,
oh Fluß und Tal,
ich grüß euch von Herzen
viel tausendmal.

An diesem einmaligen Moselstrand liegt auch, angenehm in die Natur eingebettet, genau zwischen Koblenz und Cochem, unser Heimatort Kattenes.

Unser Ort liegt mitten in einer der schönsten Gegenden des gesamten Moseltales. Eine herrliche Aussicht auf die Nachbarorte und die Burg Thurant sprechen für sich.
Schöne Wanderwege durch die Seitentäler mit verschiedenen Aussichtspunkten laden zum spazieren gehen ein.
Im "Tal der 13 Mühlen", dem Seitental im Ort, wurden in den vergangenen Jahrhunderten 13 Getreide- und Ölmühlen mit der Wasserkraft des Mühlbaches betrieben.

Der Annaselbdritt - Altar
Annaselbdritt-Altar

Eine weitere Sehenswürdigkeit hier in Kattenes ist unsere architektonisch schlichte (Spätrokoko) Kirche, die im Jahre 1901 eingesegnet wurde.
Im Jahre 1972 ist sie dann um den im Bild vorne sichtbaren Anbau erweitert wurden.

In ihrem Innern hütet sie ein Kleinod, wie es kaum noch existiert.
Der sogenannte Annaselbdritt - Altar aus Tuffstein mit seinen wirklich sehenswerten und beeindruckenden Darstellungen aus dem Jahre 1667.
 
Noch viele weitere Sehenswürdigkeiten, wie das sehr nett hergerichtete ehemalige Bahnhofsgebäude, der ansprechende Pavillon am Bürgerhaus und manches mehr laden zum Verweilen in unserem verträumten Moselort ein.