Zur Geschichte von Löf

Luftbild von Löf

Wie alles anfing

Wir wissen nicht, wann die ersten Menschen nach Löf gekommen sind. In der Gegend von Trier hat man Funde gemacht, die zeigen, dass Gruppen von Menschen bereits vor 500 000 Jahren an der Mosel gelebt haben müssen. Das war die Zeit der Jäger und Sammler in den Jahrhunderttausenden der Altsteinzeit. Da es in unserer Gegend fast keine Höhlen gibt, hielten sich die Menschen meist da auf, wo sie einen weiten Ausblick hatten, um die Wildtierherden beobachten zu können. Das können die Höhen der Moselberge auf der Eifel, und Hunsrückseite rund um Löf gewesen sein. Man muss sich nun vorstellen, dass es während der Eiszeiten (die Gletscher erreichten die Mosel jedoch nicht) so gut wie keine Bäume gab; die Landschaft glich eher einer Tundra.

In der Endphase der letzten Eiszeit, zwischen 20 000 und 10 000 v. Chr., die sich durch extreme Kälte auszeichnete, war die Moselregion sehr wahrscheinlich überhaupt nicht besiedelt; jedenfalls hat man keine Funde gemacht. Mit zunehmender Erwärmung ab dem 10. Jahrtausend häufen sich dann die Funde, die menschliche Ansiedlungen belegen.

Bei Ausschachtungsarbeiten zum Umbau der Schreinerei Dany in der Oberdorfstraße wurden Siedlungsreste gefunden, die aufgrund ihrer Form und charakteristischen Machart in die frühe Jungsteinzeit (Altneolithikum) datieren, d.h. sie umfassen etwa das 5. bis 4. Jahrtausend v. Chr. Die Menschen, die hier gelebt haben, waren keine Jäger und Sammler mehr, sie haben bereits Ackerbau betrieben.
Bei den Funden in Löf handelt es sich um typische Siedlungskeramik, wobei verschiedene Gefäßformen als Fragmente vorkommen.
Die Bänderverzierungen der Keramikgefäße haben dazu geführt, dass man diese Kulturstufe als Bandkeramik bezeichnet. Weitere Gefäßbruchstücke aus Löf lassen sich aufgrund ihrer dickwandigen Machart den Vorratsgefäßen zuordnen. Diese waren zudem mit Ösensenkeln versehen, womit sie im Hausbereich aufgehängt werden konnten um z. B. Getreide darin zu speichern.

Die Bandkeramik ist in unserer Region die erste Kulturstufe mit sesshafter Lebens- und arbeitsteiliger Produktionsweise. In den langen Zeiten davor (Altsteinzeit und Mittlere Steinzeit: bei uns bis etwa 6000 v. Chr.) waren die Menschen Jäger und Sammler. In der Jungsteinzeit (also ab 6 000 v. Chr.) wurden die Werkzeuge entscheidend weiter entwickelt. Die Herstellung von Beilen und Äxten war die Voraussetzung für das Fällen von Bäumen und die Bearbeitung von Hölzern, z. B. für den Hausbau. In Treis-Karden hat man Beilklingen gefunden, die den Werkzeuggebrauch belegen. Die fruchtbaren Moseltalauen wurden nach und nach bebaut, auch der Fischfang bildete eine wichtige Nahrungsquelle.

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Von der Metallzeit über die Kelten zu den Römern

Die Jungsteinzeit endete um 1800 v. Chr. Nach der Bronzezeit folgte ab 800 v. Chr. die Eisenzeit, d. h. nun wurden hauptsächlich Waffen und schwerere Geräte aus Eisen hergestellt, während Schmuck weiterhin aus Bronze gefertigt sein konnte.

Die Menschen, die in unserem Gebiet lebten, erhielten später, nachdem sie schon lange hier ansässig waren, von antiken Schriftstellern einen Namen, sie wurden Kelten genannt. Sie siedelten hier über die Jahrhunderte bis zu der Zeit, als die Römer kurz vor der Zeitenwende das Land eroberten und sich nach und nach mit der einheimischen Bevölkerung vermischten.

Auch bei uns in Löf sind Reste keltischer Besiedlung gefunden worden. In der Löfer Gemarkung "Auf der Kammer" und "Im Sollstück" befinden sich dicke Mauern, die zum größten Teil noch unter der Erde liegen. Ihre Herkunft ist bis in keltische Zeit über fränkische und römische Teile zurück zu verfolgen. Außerdem wurden ein römischer Mühlstein und einige römische Münzen dort gefunden. Alle oberirdischen Mauerreste wurden in den nachfolgenden Jahrhunderten zum Bau von Häusern und Stallungen benutzt. Große Mauerteile wurden auch beim Bau der Gebäude der Firma Hünten freigelegt. Einen weiteren Fund machte man 1975, als unter dem Boden der Pfarrkirche ein Steinsarg römischer Herkunft freigelegt wurde, der aber von anderswo stammen muss, weil die Kirche erst später gebaut wurde.

Im Jahre 58 v. Chr. begann der Römer Julius Cäsar mit der Eroberung Galliens. Er versuchte, die gut zu verteidigende Rheinlinie zur Grenze des römischen Reiches zu machen, so dass auch unser Moselgebiet unter römischen Einfluss kam. In den nächsten Jahrhunderten konsolidierten die Römer ihre Macht, vernichteten die hier ansässigen Kelten jedoch nicht, sondern gliederten die Männer sogar in ihr Heer ein. Römische Einflüsse überlagerten mehr und mehr das Keltische. Fast jeder Moselort kann mit einem Stück römischer Vergangenheit aufwarten.

Mit den Römern kam auch das Christentum an die Mosel. Wir wissen nicht genau, seit wann es die ersten Christen in Löf gab, obwohl wir mit guten Gründen annehmen können, dass die Christianisierung im 4. Jahrhundert oder in den Jahrzehnten davor begann. Und zwar aus folgenden Gründen:

  • im 4. Jahrhundert bestanden in Trier, Mainz und Köln bereits Bischofssitze mit zum Teil schon längerer Amtsfolge. Zur Zeit der berühmten Bischöfe Maximinius und Paulus in der Mitte des 4. Jahrhunderts gelang der volle Durchbruch des Christentums in der römischen Stadt;
  • Trier, römisch Augusta Trverorum, Bischofsstadt, nahm durch den Moselhandel beträchtlichen Aufschwung und beeinflusste über den Wasserweg auch die Region moselabwärts,
  • aus dem 4. Jahrhundert sind die Namen von zwei Missionaren erhalten: Castor von Karden und Lubentius von Kobern. Insbesondere Castor predigte, moselabwärts ziehend, den bereits teilweise romanisierten, teils germanischen Bauern, ehe er sich nach der Überlieferung in einer Höhle bei Karden niederließ und dort bald von Gläubigen aus der Umgebung aufgesucht wurde.

All dies wird seine Auswirkungen bis in den Löfer Raum in der Weise gehabt haben, dass die heidnischen Kulte sich mit christlichen Formen vermischten und nach und nach von christlichen Inhalten abgelöst wurden.

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Vom frühen Mittelalter bis zur Neuzeit

Das Moselgebiet wurde unter dem salischen Frankenkönig Chlodwig (482-511) dem Fränkischen Reich eingegliedert. Er beseitigte die letzten Reste römischer Herrschaft, wurde mächtiger als alle anderen Frankenfürsten, besiegte die Alemannen und herrschte schließlich über ein Reich, das von Elbe und Donau bis zur Atlantikküste reichte. In der sagenumwobenen Schlacht bei Zülpich 496 n. Chr. soll er gelobt haben, im Falle eines Sieges Christ zu werden. Jedenfalls ließ er sich bald darauf nach katholischem Ritus taufen; 3 000 Franken sollen es ihm gleichgetan haben.

Für uns von Bedeutung ist die Tatsache, dass Chlodwig das Recht der salischen Franken in einer "Lex Salica" aufzeichnen ließ, denn in den Urkunden der Folgezeit, in denen Löf Erwähnung findet, wird auf diese "Lex Salica" Bezug genommen. Die "Lex Salica" war über Jahrhunderte in vielen Ländern allgemein anerkanntes Recht. Erst um 1200 wurde es durch den Sachsenspiegel abgelöst.

Den Frankenkönigen gelang es, die hohe Geistlichkeit zu einer staatlichen Einrichtung zu machen, so dass sie vom Religiösen her jene Einheit der Kultur schufen, die das Mittelalter auszeichnete.
Nach dem Tode Chlodwigs (511 n. Chr.) wurde der Zusammenhalt des Reiches durch die häufigen Teilungen geschwächt. König Dagobert 1. (geb. zwischen 605 und 610; gest. 639 n. Chr.) war zunächst König von Austrien; dem Teil des fränkischen Reiches mit der Hauptstadt Metz, zu dem die Mosel nun gehörte. Ihm gelang es ab 629 noch einmal, für eine kurze Zeitspanne, das Gesamtreich der Franken zu vereinigen. Er hat nach der Überlieferung des Trierer Klosters Maximin diesem ausgedehnten Besitz an der Mosel geschenkt, darunter auch das Löfer Gebiet. Allerdings ist die Urkunde ("Dagoberturkunde"), die diesen Überlegungen zugrunde liegt, eine Fälschung. Dennoch können wir annehmen, dass die Geschichte von Löf streckenweise mit der des Klosters Maximin zusammenhängt.

In dieser "Dagoberturkunde", angeblich vom 4. April 633 (eine Fälschung aus der Mitte des 10. Jahrhunderts), schickte der König gemäß dem Ratschlag von Bischöfen und Grafen eine Gesandtschaft an den Abt von St. Maximin bei Trier, um zu erfahren, von wem dieses Kloster gegründet wurde und wessen Herrschaft es von Anbeginn an unterworfen war. Die Nachforschungen der Mönche in alten Urkunden ergaben nun, dass das Kloster ursprünglich ein Tempel des Kaisers Konstantin (280-337 n. Chr.) gewesen war. Nachdem König Dagobert dies in Erfahrung gebracht hatte, befahl er von Mainz aus, dass niemand dem Kloster Maximin Schaden zufügen dürfe und bestätigte die dem Kloster unter Konstantin übertragenen Güter. Zusätzlich schenkte er dem Kloster 22 Orte, worunter auch Löf gehörte. Diese Dagoberturkunde wird heutzutage jedoch als Fälschung angesehen. Sie wurde wahrscheinlich in dieser Form abgefasst, um die Ansprüche der Erzbischöfe von Trier auf das Kloster zunichte zu machen.

Ab 882 überzogen die Normannen und Ungarn unsere Region mit Überfällen. Dabei wurden die Originalurkunden fast alle vernichtet. 882 wurde Trier geplündert, das Kloster Maximin zerstört, die Normannen zogen an Rhein und Mosel entlang bis nach Koblenz. Die Moselbewohner von Koblenz bis Cochem - also wahrscheinlich auch Löfer Einwohner - fanden Zuflucht innerhalb der Mauern von Koblenz.
Die Klöster schrieben verlorene Urkunden neu, um alte Rechte wieder zu erhalten und sich den Zugriffen der Erzbischöfe zu erwehren.

In diese Zeit und im Zusammenhang mit der Frage nach den Besitztümern von St. Maximin fällt nun die Abfassung einer Urkunde (893 n. Chr.), die für die Geschichte von Löf von besonderer Bedeutung ist. Erinnern wir uns zunächst: Die "Dagoberturkunde", um 950 n. Chr. als Fälschung entstanden, erwähnt Löf (und andere Ländereien) als Schenkung des Königs an das Kloster Maximin und erweckt den Anschein, dieser Vorgang habe sich im 7. Jahrhundert ereignet.

Die erste Urkunde von historischer Bedeutung für Löf ist diejenige des Königs Arnulf aus dem Jahre 893 n. Chr. Hierin weist Arnulf den Trierer Mönchen eine Anzahl von Klostergütern zu. Auch Löf wird erwähnt. Allerdings wird durch die Urkunden dem Kloster keine Schenkung gemacht, sondern es handelt sich lediglich um eine Bestätigung des früheren Maximer Besitzes. Die dabei erwähnten 22 Orte müssen dem Kloster allerdings den salischen Zehnten abliefern, der die Haupteinnahme der Kirche darstellt. Löf hieß damals Loabia; in der gefälschten Dagoberturkunde: Loauia.

Festzuhalten ist, dass Löf zum ersten Mal in einer Urkunde aus dem Jahre 893 erwähnt wird, und zwar in der Weise, dass dieses Gebiet ursprünglich (seit der Frankenzeit) zum Besitz des Trierer Klosters Maxim gehörte.

Im Jahre 1140 nimmt Innocenz II. auf die Bitte des Abtes Siger von St. Maximin die Abtei samt deren Besitzungen in seinen Schutz und bestätigt ihre Immunität. Löf wird in diesem Zusammenhang als Lovena erwähnt. In vielen weiteren Urkunden, die teilweise allerdings Fälschungen darstellen, wird der Name Löf genannt.

In das 10. Jahrhundert fällt die Entstehung des Deutschen Reiches, das später "Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation" heißen sollte.
Heinrich 1. (König von 919 bis 936) konnte Lothringen, zu dem das Moselgebiet gehörte, endgültig dem westfränkischen Reich (Frankreich) abgewinnen und dem ostfränkischen Reich (Deutschland) eingliedern. Seit dieser Zeit gehörte die Moselregion und damit auch Löf zum Deutschen Reich, dessen Anfänge in die Zeit des oben erwähnten Königs Heinrich 1. sowie seines Nachfolgers Otto 1. (der 962 durch den Papst zum Kaiser gekrönt wurde) zurückreichen.

Im Mittelalter waren weltliche und geistliche Macht eng miteinander verbunden, an eine Trennung der beiden Machtbereiche im heutigen Verständnis war nicht zu denken. Durch kaiserliche Schenkung konnte sich das bereits seit dem 3. Jahrhundert bestehende Erzbistum Trier beträchtlich erweitern.

Kaiser Heinrich II. ermöglichte dem Trierer Erzbischof im Jahre 1018 den großen Sprung vom Stammgebiet um Trier die ganze Mosel hinunter bis nach Koblenz. Für unseren Ort bedeutete dieser Ausbau der Machtposition Triers entlang der Moselachse, dass Löf für die folgenden Jahrhunderte zum Territorium des Trierer Erzbistums gehörte.

In einem Weistum (das ist ein rechtlicher Schriftsatz) von 1534 wird der Abt von St. Maximin als Lehens- und Grundherr erwähnt, dem der "fruchtzinse ... weinzinss ... und geldzinß", zustehe. Im "Hof zu Löf", genannt "im Saale", war der Trierer Abt Grundherr. Dieser Hof hatte ein Asylrecht. Deshalb wurde der "salische Zehnte" für die Armen und Reisenden erhoben. Die alten Gemäuer "Auf der Kammer" und "Im Sellstück" sind die Reste dieses Hofes. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wird auch der Maximer Hof bei der Kirche erwähnt. Eine in diesem Zusammenhang erwähnenswerte Einzelheit ist z.B., dass der Abt von St. Maximin der Gemahlin eines Elzritters zugesteht, die von der Abtei zehntberechtigte Vogtei Löf zu "bewittumen", d.h. ihr eine Altersversorgung zu gewähren.

In seinem Buch "Der Moselstrom von Metz bis Koblenz" von Georg Bärsch, das 1841 in Trier erschien, berichtet der Autor, dass noch im Jahre 1791 "die Abtei St. Maximin bei Trier ein Hofhaus zu Loef und ein Gericht besaß, weiches die Grundgerichtsbarkeit über die Abtei gehörigen oder ... zinspflichtigen Güter ausübte".

Die Löfer Kirche fällt vor allem durch ihre für die untere und mittlere Mosel typischen gotischen Glockentum auf, versehen mit achtseitigem Helm und einem romanischem Unterbau. Die vier Ecken sind mit kleinen Nebenhelmen ausgestattet. Dieser Turm aus verputztem Bruchsteinmauerwerk ist der älteste Teil der Kirche und geht auf das Jahr 1310 zurück. Das heutige Kirchenschiff stammt aus späteren Zeiten und repräsentiert zwei Stilepochen. Das westliche barocke Schiff wurde 1783 von J.G. Seitz geplant und gebaut, einem Mitarbeiter des berühmten Barockbaumeisters Balthasar Neumann. Der alte Chor blieb dabei jedoch stehen. Im Jahre 1883 kommt es zum Abriss dieses Chores und zu seinem Neubau, wobei das von Seitz erbaute Schiff um 2/5 seiner Größe verlängert wurde. Das barocke Westschiff wurde also um ein östliches neugotisches Schiff mit Chorraum erweitert.

Trotz des Umbaus ist ein Glasbild (um 1450) erhalten geblieben, das den Ritter Johann von Schönburg und von Ehrenburg in einer Kapelle kniend darstellen soll. Ebenfalls sehenswert das Glasbild in gleicher Anordnung der Else von Oberstein (von der Ehrenburg) direkt daneben.

Die Kirche von Löf besitzt eine wertvolle Monstranz in Kreuzform. Sie trägt die Inschrift: "Johannes von Ehrenburg und Else von Oberstein haben diese der Pfarrkirche zu Löf unter dem Pontifikat Martins V. im Jahre 1427 zum Geschenk gegeben." Ihre legendenhafte Geschichte als vermutliches Kreuzreliquiar soll bis in die Zeit der ersten Kreuzzüge zurückreichen (Anfang 12. Jahrhundert).

Im Jahre 1463 wurde die erste Löfer Glocke gegossen: "Maria Heyssen ich ..." - Von 1974 bis 1984 wurde die Kirche innen und außen völlig restauriert.

Im 15. Jahrhundert finden wir die Erwähnung eines Weinberges zu Löf mit dem Namen "Hymmelreich".

Von Bedeutung ist, dass für das Jahr 1563 33 Feuerstellen - was ungefähr der Zahl der Haushalte entspricht - belegt sind.
Im darauffolgenden Jahrhundert hat sich die Zahl der hier ansässigen Menschen mit Sicherheit verringert, denn zwei Katastrophen suchten Deutschland heim und wüteten auch an der Mosel. Mehreren Pestepidemien zwischen 1575 und 1623 und vor allem der Pestwelle von 1666 bis 1668 fielen viele Menschen zum Opfer. Hinzu kam der fürchterliche Dreißigjährige Krieg zwischen 1618 und 1648, der besonders an Rhein und Mosel zwischen Koblenz und Trier zu einer Bevölkerungsabnahme zwischen einem bis zu zwei Drittel führte.

Der Frieden währte jedoch nicht allzu lange. Mit der Begründung, angeblich ehemals französische Gebiete zurückerobern zu wollen, überzogen die Heere Ludwigs XIV. unser Land erneut mit Krieg ("Pfälzischer Krieg": 1688-97). 1688 wurde Koblenz acht Tage belagert und beschossen, ehe sich die Franzosen rhein- und moselaufwärts, auch an Löf vorbeiziehend, zurückzogen. Dabei kam es zu weiteren Plünderungen und Verwüstungen. Unter anderem wurde 1689 die Stadt Cochem samt der Reichsburg zerstört, wobei viele Menschen ihr Leben verloren.

Nur langsam kehrte das normale Leben in die Moseldörfer zurück. 1720 werden in Löf wieder 52 Haushaltungen gezählt. Nachdem im Dreißigjährigen Krieg aus Weinland Ackerland gemacht wurde, um den Hunger zu besiegen, kam es in den folgenden Jahrzehnten vermehrt zu Rebenanpflanzungen. 1720 hat Löf 218.000 Weinstöcke, davon 70.800 im geistlichen Besitz. Die größten Güter sind St. Maximin in Trier (29.000 Stöcke) und St. Panthaleon in Köln (33.000 Stöcke).

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Löf im 18. und 19. Jahrhundert

Historische Aufnahme von Löf
Historische Aufnahme von Löf

Was den Weinbau betrifft, so muß man sich klarmachen, dass bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts nur Wert auf die Menge gelegt wurde, die Qualität des Weines spielte dabei so gut wie keine Rolle. Zum einen lag das daran, dass in unserer Region bis ins 19. Jahrhundert hinein aus unserer heutigen Sicht gesehen Massenträger, aber keine Qualitätsrebsorten angepflanzt wurden; in erster Linie der "Kleinberger", während die Rieslingrebe sich erst im letzten Jahrhundert durchsetzte. Zum anderen lag es an dem damals vorherrschenden Teilbausystem. Das bedeutete (auf Einzelheiten kann hier nicht eingegangen werden), dass der Grundherr als Eigentümer - meist die Kirche - den Ertrag mit dem Teilbauern und Erbpächter in einem bestimmten Verhältnis teilte. Je mehr Ertrag der Winzer melden konnte, desto mehr konnte er für sich beanspruchen; Qualität spielte keine Rolle. Die Folge war eine extensive Weinwirtschaft, am Aufbau einer intensiven Weinkultur war niemand interessiert. Eine Änderung konnte erst dann eintreten, als mit dem Jahr 1815 das kurtrierische Gebiet dem weinarmen Preußen mit seinem großen inneren Markt zugesprochen wurde.

Die Kurfürsten von Trier machten Koblenz ab 1690 vor allem wegen seiner zentralen Lage zu ihrer dauernden Residenz. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts erlebte Koblenz in kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht eine Blütezeit. Vor allem dem neuen Landesherr Clemens Wenzeslaus, der 1768 die trierische Kurwürde erlangte, hat Koblenz viel zu verdanken. Obwohl Löf und die benachbarten Moselorte nach Koblenz hin orientiert waren, war der Gegensatz zwischen Land und Stadt doch sehr groß. Die Bauern und Winzer hatten wie auch in den Jahrhunderten davor einen harten Kampf ums Dasein zu führen.
Die schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse führten dazu, dass es in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu einer starken Auswanderungswelle an der Mosel und auf dem Hunsrück kam, so dass der Landesherr schließlich ein Auswanderungsverbot erlassen musste.

1718 gab es in Löf außer dem Maximer Gericht noch ein zweites Niedergericht, das der Erzbischof von Trier mit einem kurfürstlichen Vogt und sieben Schöffen besetzte. Die Gerichtsbarkeit erstreckte sich von der Mitte der Mosel längs der Alsbach aufs Feld bis an den Löfer Stein hinter den Kergeshöfen, wo sich die Wege nach Kattenes und Löf scheiden.

Auf dem Löfer Berg besaß das Erzstift Trier den "Schefferay Hof" mit Grundstücken. Der Kergeshof war reichsritterliches Gut des Grafen von der Leyen.

Die politischen Verhältnisse hatten auch Einfluss auf das Leben in den Moseldörfern. In Frankreich brach 1789 die große Revolution aus. Koblenz wurde der Hauptsammelplatz der französischen Emigranten und Sitz der Gegenrevolution. Viele Bürger waren jedoch von den Ideen der Revolution begeistert, so dass sich im Herzen des Kurfürstentums Trier ein kleines französches Staatswesen bildete. Mit der Besetzung der Rheinlande durch die Franzosen im Jahre 1794 löste sich das Kurfürstentum Trier auf und die linksrheinischen Gebiete kamen bis 1815 unter französischen Einfluss, also auch in Löf hatten die Franzosen das Sagen. In den ersten Besatzungsjahren hatte die einheimische Bevölkerung z. B. durch Einzug von Vieh und Ernte für die Armee viel zu erdulden, so dass die Winzer und Bauern unter dem Einfluss der Geistlichen von Anfang an gegen die französische Herrschaft eingestellt waren. Die dann von den Franzosen durchgeführten Reformen hatten langfristige Auswirkungen und bedeuteten für große Teile der Bevöl-kerung einen Fortschritt. Als Beispiele seien nur genannt: Die Privilegien von Adel und Geistlichkeit wurden aufgehoben; das Gerichtswesen wurde modernisiert; das Gesundheitswesen verbessert; es kam zu einer Vereinheitlichung von Münzwesen, Maß- und Gewichtssystem; Ehescheidung war erlaubt. Zivilehe vorgeschrieben usw.

Mit der französischen Besatzung kam der Ort Löf mit fünf anderen Gemeinden im Jahre 1800 zur selbstständigen Bürgermeisterei Gondorf (Mairie). Steuereinnehmer dieser "Großgemeinde" war über viele Jahre der Löfer Bürger Willbrord Langen. Da die Verwaltungssprache französisch war, sind manche Wörter, die heute noch bei uns von jedem verstanden werden, französischen Ursprungs (Portemonnaie, Trottoir, Parapluie).

Nach der Niederlage Napoleons und dem Untergang seiner Armee sprach der Wiener Kongreß 1814/15 das linksrheinische Gebiet der Rheinlande dem Königreich Preußen zu, so dass Löf bis 1945 zur preußischen Rheinprovinz gehörte. Als 1817 die Bürgermeisterei Gondorf aufgelöst wurde und zu Münstermaifeld kam, bedeutete das auch für die Löfer eine Orientierung hin zum Maifeld. Ein eigentliches Recht zur Selbstverwaltung wurde den Gemeinden allerdings erst mit der neuen Gemeindeordnung von 1850 gegeben. Löf gehörte jetzt zur Bürgermeisterei Münstermaifeld, diese zum Landkreis Mayen, dieser zum Regierungsbezirk Koblenz, der wiederum ein Teil der preußischen Rheinprovinz war.

Das 19. Jahrhundert war eine Zeit großer Veränderungen, wie die Betrachtung der politischen Verhältnisse seit der französischen Revolution bereits ergeben hat. Es kam hinzu, dass die Industrialisierung auch den ländlichen Raum erfasste; in Löf zunächst in der Weise, dass einige Männer Industriearbeiter wurden. Die überwiegend agrarische Struktur (Ackerbau und Weinwirtschaft) blieb jedoch bis nach dem Zweiten Weltkrieg erhalten.

1863 wurde der Weg nach Münstermaifeld so ausgebaut, dass man jetzt von einer Straße sprechen konnte.
1878 begann man mit dem Bau einer Schule an der Moselstraße, die dann bis 1934 für den Unterricht benutzt wurde. Die erste Kenntnis von einer Schule haben wir aus dem Jahr 1672. Damals baute der Pfarrbezirk, zu dem auch Kattenes, Mörz und Moselsürsch gehörten, vermutlich in der Nähe der Korngasse eine Schule für die Kinder aus diesen Orten. Da es jedoch keine Schulpflicht gab, wurde sie nur von einem Teil der dafür in Frage kommenden Kinder besucht.

1878 beschloss der Löfer Gemeinderat, den Stationenweg durch das Kehrbachtal, damals Palmweg genannt, zu bauen. im Zusammenhang mit dieser Entscheidung kommt es zu einer aus heutiger Sicht berichtenswerten Stellungnahme des Amtsbürgermeisters Klöppel von Münstermaifeld. In einem Schreiben an den Landrat spricht er sich mit folgender Begründung gegen den Bau der Kreuzwegstationen aus. Er weist zunächst darauf hin, dass am Ende des Weges die Kehrkapelle stehe mit dem "unvermeidlichen Opferstock". Dann fährt er fort: "Kommen nun noch Stationen hinzu, so dürfte es wohl keinem Zweifel unterliegen, daß die Bittgänge nach der erwähnten Kapelle immer häufiger werden, und fromme Personen aus der Nähe und Ferne sich an derselben beteiligen. Muttergotteserscheinungen wird man alsbald wahrnehmen, Wunder werden geschehen und die Vorgänge von Marpingen, Geismühl etc. werden nicht ausbleiben." Nun, der Amtsbürgermeister hatte sich da schwer getäuscht, wie wir wissen, Löf ist nicht als Wallfahrtsort berühmt geworden, und die Zahl der Prozessionsteilnehmer hält sich doch sehr in Grenzen.

Die Gemeinde ließ im selben Jahr (1879) die Moselstraße befestigen, so dass sie jetzt für Fuhrwerke und später für Autos besser befahrbar war. Die Oberdorfstraße versah man erst in den fünfziger Jahren unseres Jahrhunderts mit einer Teerdecke.

Im Vergleich zu anderen Gebieten in Deutschland wurde die Eisenbahnstrecke an der Mosel entlang vermutlich aus strategischen Gründen sehr spät gebaut, nämlich in den siebziger Jahren des 19. Jahrunderts. Während der erste Zug in Koblenz von der linksrheinischen Strecke kommend 1858 einlief, konnten die ersten Züge an Löf erst 20 Jahre später, nämlich 1878, vorbeifahren.

Die Eröffnung der Seilfähre zwischen Löf und Brodenbach fand am 01.07.1881 statt. Jetzt konnten die Löfer Weinberge auf der anderen Moselseite besser bewirtschaftet werden. 1897 kam die erste Posthilfestelle nach Löf. Das Jahr 1899 markiert eine weitere Verbesserung der Infrastruktur des Ortes: Die erste öffentliche Wasserleitung wird verlegt. Am Beginn des 1. Weltkrieges wurden dann auch die ersten Elektroleitungen verlegt, so dass Stromanschluß möglich war.

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Löf im 20. Jahrhundert

In der von den Lehrern geschriebenen Chronik von Löf finden wir für das Jahr 1881 folgende Angaben: Eine Volkszählung ergab 464 Einwohner und 98 Haushaltungen. 47 Männer waren hauptberuflich Bauern und Winzer. Unter den Handwerkern ist die Zahl der Maurer am größten, davon gibt es 40. Weiterhin sind im Dorf vertreten: 2 Bäcker, 2 Anstreicher, 2 Metzger, 3 Küfer und 2 Viehhändler. Bei der Eisenbahn sind 7 Bahnwärter, 6 Rottenarbeiter und 1 Bauführer beschäftigt. In 75 Gehöften wurden 21 Pferde, 194 Rinder und 93 Schweine gezählt.

Die beiden Weltkriege forderten auch von der Löfer Bevölkerung einen hohen Blutzoll. Die allgemeine politische Entwicklung in Deutschland während der Zeit der Weimarer Demokratie und unter der nationalsozialistischen Herrschaft beeinflusste wie anderswo auch das Denken und Handeln der Löfer Bürger. Es gab auch in unserer Gemeinde Demokraten und Antidemokraten, Opfer und Mittäter, wobei die Grenzen oftmals fließend waren.

Auch in Löf bildete sich eine SA-Formation, der ungefähr 15-20 junge Leute beitraten. Fast jeden Tag gegen Abend wurde auf einem bestimmten Sammelplatz - vor dem Gasthaus Jakob Lellmann - angetreten und zu Märschen und Geländeübungen ausgerückt. Nur langsam konnte sich das Volk an dieses "militärische Spiel" gewöhnen. Besonders der bäuerliche Teil der Bewohner war bei dieser Neuerscheinung in ihren Urteilen sehr zurückhaltend, ja sogar teilweise ablehnend. Es rekrutierte sich die SA größtenteils aus Arbeitslosen, Arbeiterjungen, entlassenen Bahnarbeitern und Handwerkern. Später bildete sich im Dorf eine NSDAP-Ortsgruppe, der ungefähr 50 Bürger, Handwerker, Bahnarbeiter und Bahnbeamte, beitraten. Selbst eine Gruppe der Schuljungen ("Jungvolk") gab es. Das berichtet die Chronik.
Mit seiner überwiegend katholischen Bevölkerung war Löf ein typisches Moseldorf. Bemerkenswert ist, dass sich insbesondere die bäuerliche Bevölkerung dem Nationalsozialismus gegenüber sehr zurückhaltend zeigte. Trotzdem: Bei der letzten freien Wahl am 05.03.1933, bevor die Nationalsozialisten die Demokratie gänzlich erstickten, erhielt die NSDAP in Löf 48,5 % der Stimmen, im Vergleich dazu das katholische Zentrum 41,7 %.

Löf nahm nach dem Zweiten Weltkrieg an dem allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Aufschwung teil. Wegen der günstigen Lage an einem Gleithang der Mosel konnte sich Löf in den sechziger Jahren durch die Ausweisung des neuen Baugebietes im Bereich hinter der Bahn/Auf der Kräh enorm vergrößern. In den achtziger Jahren wurde als weiteres Bebauungsgebiet die Lage "Im Gesetz" in Angriff genommen, in den neunziger Jahren kamen das Gewerbegebiet an der Bergstraße Richtung Münstermaifeld und das Baugebiet "Im Gassenstück" hinzu.

Einen weiteren Markstein in der Entwicklung des Ortes setzte die Moselkanalisation. 1956 unterzeichneten die drei Länder Luxemburg, Frankreich und Deutschland einen Vertrag über die Kanalisation der Mosel von Metz bis Koblenz. Am 26. Mai 1964 schließlich fand die feierliche Eröffnung und Einweihung des neuen Moselschiffahrtsweges statt. Die Moselkanalisation bedeutete für Löf den Bau der neuen Moseluferstraße (Bundesstraße 416), so dass die alte Moselstraße (Anliegerstraße) nun mit einem Grünstreifen von der Bundesstraße getrennt wurde. Diesen Maßnahmen fiel leider das alte Moselgelände mit Wiesen am "Moselstrand" zum Opfer. Darauf befand sich in den fünfziger Jahren noch der Löfer Sportplatz. Löf besitzt aber nun einen neuen Sportplatz mit entsprechenden Gebäuden.

1989 beschloss der Ortsgemeinderat die Vergabe des Auftrags zur Dorfentwicklungsplanung. Ein Jahr später musste die gesamte Moseluferstraße aufgebrochen werden, weil durch den Bau der Kläranlage auf der anderen Moselseite eine neue Kanaltrasse zu legen war. Jetzt stellte sich für die Gemeinde die Frage - und in erster Linie war es eine Kostenfrage - ob die gesamte Straßenfläche am Moselufer einschließlich Gehweg und Grünfläche ausgebaut werden konnte. Der Gemeinderat entschied sich dafür, die Niederbach, das Moselufer und die Korngasse auf der Grundlage des Dorferneuerungsplanes und in Zusammenarbeit mit den Anliegern neu zu gestalten. Nach Abschluss der Arbeiten im Jahr 1992 sind sich alle darin einig, dass der Ausbau Löf attraktiver und wohnlicher gemacht hat.

Von besonderer Bedeutung für die Infrastruktur und die wirtschaftliche Entwicklung für unseren Raum war die Errichtung der Moselbrücke Alken-Löf zwischen 1970 und 1972. Der erste Spatentisch der Brücke zwischen Alken und Löf erfolgte am 23. April 1970; die Verkehrsübergabe geschah am 30. Juni 1972. Die Brücke hat eine Gesamtlänge von 164 m und eine Fahrbahnbreite von 6,60 m mit zusätzlichen zwei Bürgersteigen von je 2,20 m Breite. Die Gesamtkosten betrugen etwa 7,8 Mio DM, die vom Land Rheinland-Pfalz und dem Landkreis Mayen-Koblenz aufgebracht wurden.

Es hat sich herausgestellt, dass die Moselbrücken Alken-Löf und die Moselgoldbrücke zwischen Kobern-Gondorf und Niederfell für die wirtschaftliche Entwicklung, für Fremdenverkehr und Weinbau von großer Bedeutung sind und für die von ihnen erschlossenen Gemeinden einen wichtigen Standortfaktor bilden.

Ein entscheidendes Datum für die politische und verwaltungsmäßige Entwicklung von Löf ist das Jahr 1975. Die drei Kommunalparlamente von Hatzenport, Löf und Kattenes bechlossen den Zusammenschluss zu einer neuen Großgemeinde Löf. In den kommenden Jahren forderten die Hatzenporter Bürger zunehmend die politische Selbständigkeit für ihren Ortsteil. Der Gemeinderat machte seine Entscheidung vom Votum der Hatzenporter Bürger abhängig. Nachdem bei einer Abstimmung 83 Prozent der wahlberechtigten Bürger für die Selbstständigkeit ihres Ortsteils gestimmt hatten, beschloss der Gemeiderat, die Trennung der Orte Löf (mit Kattenes) und Hatzenport zu beantragen. Diesem Antrag wurde von den zuständigen Behörden stattgegeben. So ist Hatzenport seit 1994 wieder eine selbständige Gemeinde mit eigenem Gemeinderat und Bürgermeister. Die Gemeinde Löf besteht aus den Ortsteilen Löf und Kattenes.

Das erste Löfer Weinfest wurde 1963 vom Männergesangverein "Cäcilia Löf" organisiert. 1972 kam es zur Gründung der "Dorfgemeinschaft", einem Vereinsring mit folgenden Mitgliedern: Männergesangverein Cäcilia, Karnevalsgesellschaft Immer Fröhlich, Musikverein, Sportverein, Möhnenverein. Die Hauptaufgabe der Dorfgemeinschaft ist bis auf den heutigen Tag die Organsiation und Durchführung des Weinfestes.

Im Jahre 1974 schlossen sich die Freiwilligen Feuerwehren aus Löf und Kattenes zu einer Einheit zusammen. 1988 konnte neben der Stelle, wo kurze Zeit später die neue Schule hinkommen sollte, das mit viel Eigenleistung erbaute Feuerwehrgerätehaus eingewiehen werden.

Nachdem die alte Schule in der Oberdorfstraße nicht mehr den heutigen baulichen Ansprüchen genügte, die für einen pädagogisch sinnvollen Unterricht Voraussetzung sind, beschloss der Verbandsgemeinderat - auch auf Drängen der Gemeinde hin - den Bau einer neuen Schule. Im August 1989 wurde der Unterricht in der zunächst einklassigen Grundschule (je eine Klase vom 1. bis 4. Schuljahr) aufgenommen. Die Kinder kommen aus der Gemeinde Löf (mit dem Ortsteil Kattenes) und aus der Gemeinde Hatzenport. Mittlerweile (2001) ist ein Klassenraum aufgestockt worden; das 1. Schuljahr besteht aus zwei Klassen.

Im Zusammenhang mit dem Schulneubau wurde auch der Beschluss zum Bau einer Schulturnhalle neben dem Schulgebäude gefasst. Die Ortsgemeinde erweiterte die Turnhalle um einen Gemeindetrakt, ein "Bürgerhaus", welches nun für gemeindliche Veranstaltungen von Vereinen oder auch für private Feiern genutzt werden kann. Diese Gebäude wurden im Jahre 1994 fertig gestellt.

Die zunehmende Kinderzahl machte es notwendig, einen neuen Kindergarten im Ortsteil Löf zu bauen. Bis Mitte der neunziger Jahre besuchten die Kinder der Ortsteile Löf und Kattenes den 1976 eingerichteten gemeinsamen Kindergarten in Kattenes. Nun können die Katteneser Kinder weiter "ihren" Kindergarten im Ort besuchen, die Löfer gehen in den Neubau auch in ihrem Ortsteil.

Mit Stand vom 21.12.2000 wohnten in der Gesamtgemeinde Löf insgesamt 1.463 Einwohner, davon im Ortsteil Löf 949. Von diesen 949 Einwohnern waren 20,5 % jünger als 20 Jahre alt; 23,3 % älter als 60 Jahre. Der Frauenanteil überwiegt leicht mit 51,31 %.

Manfred Schunk

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