Pfarrgemeinde Löf-Kattenes

Kirche Löf

Vorgeschichte

Bei der Spurensuche nach christlichem Leben in Löf ergab der Fund einer Münze mit dem Abbild des römischen Kaisers Alexander Severus (225- 235 n. Chr.) einen ersten Hinweis- Er war der erste römische Kaiser, der die Christen voll tolerierte. Man kann davon ausgehen, dass in jener Zeit des 3. Jahrhunderts n. Chr. an der Untermosel bereits römische Soldaten mit ihren Familien nach den Weisungen der christlichen Lehre lebten.
Ein Jahrhundert später treten in den nahegelegenen Orten Karden und Kobern die Missionare Castor und Lubentius auf, die den bereits teilweise romanisierten, teils germanischen Bauern das Christentum predigen. Auch dies wird seine Auswirkungen bis in den Raum von Löf und Kattenes gehabt haben.
Schließlich wird Löf zum ersten Mal in einer Urkunde aus dem Jahre 893 erwähnt und zwar in der Weise, dass dieses Gebiet ursprünglich (seit der Frankenzeit) zum Besitz des Klosters Maximin in Trier gehörte.

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Geschichte der Pfarrkirche St. Luzia, Löf

Ein eindeutig historisches Zeugnis christlichen Lebens ist vor allem der Kirchenbau der Pfarrkirche St. Luzia in Löf, der die charakteristischen Merkmale verschiedener Stilepochen trägt.Da ist zunächst der für die untere und mittlere Mosel typische Glockenturm: ein romanischer Turm mit gotischem, achtseitigem Helm. Die vier Ecken sind mit kleinen Nebenhelmen ausgestattet. Dieser Turm ist der älteste Teil der Kirche und geht auf das Jahr 1310 zurück.

Das heutige Kirchenschiff stammt aus späteren Zeiten. Das westlich barocke Schiff -nahe dem Kircheneingang- wurde 1738 geplant und von J.G. Seitz gebaut, einem Mitarbeiter des berühmten Barockbaumeisters Balthasar Neumann. Der alte Chor blieb dabei jedoch stehen. Im Jahre 1883 kommt es zum Abriss dieses Chores und zu einem Neubau.

Das barocke Westschiff wurde dabei um ein neugotisches Schiff mit Chorraum erweitert. Von 1974 bis 1984 wurde die Kirche innen und außen gründlich renoviert.
Erwähnenswert sind auch zwei Fenster, die sich auf der Südseite der Kirche befinden. Es handelt sich dabei um Stiftungen der Besitzer der Löf gegenüberliegenden Burgen Ehrenburg und Thurant. Das eine Fenster stellt Else von Oberstein (von der Ehrenburg) dar mit der Jahreszah11427, das andere "Johan Herz von Thuron und zu Ehrenburg".

Ebenfalls besonders zu erwähnen ist eine künstlerisch wertvolle Monstranz in Kreuzform, die gleichfalls von den o.g. Stiftern stammt. Sie trägt die Inschrift: "Johannes von Ehrenburg und Else von Oberstein haben diese der Pfarrkirche Löf unter dem Pontifikat Martins V. 1427 zum Geschenk gegeben".

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Geschichte der Filialkirche St. Anna, Kattenes

Die christliche Gemeinde im Nachbar- und Pfarrfilialort Kattenes gehört bereits seit dem frühen Mittelalter zur Mutterkirche Löf.Einen ersten schriftlichen Hinweis auf eine Kapelle findet sich in einem Weistum aus dem Jahre 1391. Sie war der m. Anna und dem m. Bernhard geweiht.

Im Jahre 1667 wurde in der Kapelle ein Tuffsteinaltar mit der Darstellung der "Anna Selbdritt" Gruppe aufgestellt. Er war ein Geschenk der Abtei Maria Laach. In einer Nische des Altares ist die Inschrift zu lesen: "IOANES IACOPUS sm Maria 1667" (Johannes Jacopus SHF Maria 1667. SHF = Sein Hausfrau)

1895 entschloss sich die Pfarrgemeinde zum Neubau einer Kirche. Baumeister war Peter Moritz aus Hatzenport. Die Einweihung des im neugotischen Stile errichteten Gotteshauses unter dem Patrozinium der Mutter Anna fand am 7. Juli 1901 statt.

Unter Pfarrer Karl Beils fand 1972/73 eine Erweiterung dieser Kirche statt. Der Innenraum der Kirche wurde durch einen Anbau wesentlich vergrößert. Ein neuer Haupteingang mit anliegender Sakristei wurde geschaffen, sowie im Untergeschoss ein Jugendheim und eine Leichenhalle.
Im Mittelpunkt der Kirche steht der bereits erwähnte "Anna Selbdritt" Altar, der zur Einweihung des Gotteshauses renoviert und farbig ausgemalt wurde.
Gleichzeitig entstand ein größerer Vorhof mit einem Steinkreuz und einer Brunnenanlage, der dem Zugang zur St. Annakirche ein eindrucksvolles Ambiente verleiht.

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Kirchengemeinde heute

Heute muss die Kirchengemeinde -bedingt durch den Priestermangel- ihren Pfarrer mit anderen Pfarreien teilen. So ist der jetzige Pfarrer Lothar Brucker zusätzlich mit der Leitung der Nachbarpfarreien Hatzenport und Nörtershausen beauftragt. Damit sind drei Pfarreien zu einem Seelsorgebezirk zusammengefasst.Die Leitung der Pfarrgemeinde durch einen eigenen Pfarrherrn ist bis in das Jahr 1243 zurück verfolgbar .Erster Pfarrer war Heinrich PIeban, geb. in Ürzig, dem bis auf den heutigen Tag 33 Pfarrer nachgefolgt sind.

Der Pfarrer wird in seiner Arbeit unterstützt von einem Pastoralreferenten, einer Pfarrsekretärin, einer Küsterin und zwei Laiengremien: dem Verwaltungsrat und dem Pfarrgemeinderat. Während der Verwaltungsrat in der Hauptsache über die personal- und vermögensrechtlichen Anliegen berät und entscheidet, ist es die Aufgabe des Pfarrgemeinderates, den Pfarrer insbesondere bei seiner seelsorglichen Arbeit zu unterstützen.

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Pfarrgemeinderat

Der Pfarrgemeinderat ist ein Arbeitskreis innerhalb der Pfarrgemeinde, der mit verschiedenen Aufgaben betraut, dem Pfarrer beratend und helfend zur Seite steht. Er besteht seit 1931 und wird alle vier Jahre gewählt. Einer der Schwerpunkte ist der soziale Bereich. Dazu gehört insbesondere die Betreuung der alten, kranken und einsamen Menschen in unseren Dörfern.

Zu unseren Gottesdiensten an den Wochenenden und Feiertagen sind neben den Pfarrangehörigen auch alle weiteren Bürgerinnen und Bürger aus Löf und Kattenes sowie unsere Gäste von außerhalb herzlich eingeladen.

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